[DHd-blog] Community Life auf der DHd 2020

[德语国家数字人文协会DHd-blog网站消息] Mein Programm auf der DHd – eine sehr nüchterne Betrachtung:MontagWorkshop zu CATMA 6: Webbasiertes Analyse- und Annotationssystem für literarische Texte. Bearbeitet wurde von allen TeilnehmerInnen beispielhaft „Erstes Leid“ von Franz Kafka.DienstagBarcamp Data Literacy: Anstoß grundlegender Diskurse; Was bedeutet Data Literacy für die DH? Wie und welche Datenkompetenzen müssen erworben werden? Wie kann der Kompetenzerwerb im Curriculum abgebildet werden? Plädoyer für eine neue Datenhermeneutik in den digitalen Geisteswissenschaften. Workshop zu KOMPAKKT: Ein aus den Theaterwissenschaften entwickeltes multimediales Annotationssystem für kollaboratives und interdisziplinäres Arbeiten.MittwochKurzer Einblick in das Panel Altbausanierung mit Niveau – die Digitalisierung gedruckter Editionen: Best Practices zu digitalisierten Editionen. Digital Humanities Community: Beispielhafte Vorstellung verschiedener Projekte. Denkanstöße durch Vorträge zu „Digital Humanities als community-induziertes Phänomen“, „Partizipatives Design in Digital Humanities Projekten“ und niederschwelligen „Public Humanities Tools“.DonnerstagPosterslam und Postersession.FreitagLinked Open Data I und II: Vorstellung verschiedener Projekte, Datenmodelle und Denkanstöße.

Ob ich noch viel mehr schreiben könnte, um Euch näher zu bringen, wie mein Programm auf der DHd aussah? Ganz sicher! Wer sich aber intensiv und detailliert darüber informieren möchte, dem kann ich nur das Programmheft zur DHd empfehlen, das sicher sehr viel besser über den Tagungsablauf und dessen Vielfalt berichten kann als ich.

Die Workshops und Tagungsbeiträge, die ich besuchte, waren interessant und haben meinen Horizont im weiten Feld der digitalen Geisteswissenschaften noch einmal erweitert. Würde man mir allerdings die Frage stellen, ob das der Grund für meine Anwesenheit auf der DHd war, muss ich diese Frage ganz klar mit NEIN antworten.

Weswegen ich eigentlich da war:

Mein Besuch auf der DHd wurde vor allem durch die vielen Kontakte zu anderen StudentInnen, WissenschaftlerInnen und DH-Interessierten eine wertvolle Erfahrung. Die Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen und somit auch neue Perspektiven auf die Digitalen Geisteswissenschaften kennenzulernen hatte für mich sehr viel mehr Gewicht als das eigentliche Tagungsprogramm. Dazu zählen für mich nicht nur die Kaffeepausen, sondern vor allem Termine wie die Keynote mit Julia Flanders und die anschließenden Gespräche. Eines meiner persönlichen Highlights war der Posterslam mit anschließender Postersession. Und obwohl es absolut unmöglich ist, alle Projekte in ihrer Gänze wahrzunehmen, bot sich in der Session genügend Zeit auf eigene Interessen einzugehen und über die verschiedenen Denkansätze ins Gespräch zu kommen.

Ich kann außerdem nicht umhin, diejenigen Gespräche hervorzuheben, die über die Digital Humanities hinausgingen und dafür verantwortlich waren und sind, dass ich mich innerhalb der DH-Community sehr wohl und aufgenommen fühle. Egal, ob es sich um diejenigen beim Mittagessen oder beim Feierabend-Bier handelte.

Denn – seien wir ehrlich – es ist kaum möglich, fünf Tage lang ausschließlich und ohne Überdruss über das eigene Projekt oder das eigene Fach zu sprechen.

Ein Appell für mehr Spielräume!

Das zusammenfassend möchte ich mich dafür aussprechen, Gelegenheiten zum Kontakt mit anderen mehr zu nutzen! Lasst uns den Spielraum, den Veranstaltungen wie die DHd zu Verfügung stellen, intensiver nutzen. Innerhalb des DH-Universums können wir auf lange Sicht nur voneinander profitieren.

Ich möchte mich herzlich für die finanzielle Unterstützung bedanken, die mir den Aufenthalt in Paderborn, auch ohne eigenen Beitrag, ermöglicht hat. Ein aber ebenso großes Dankeschön geht an die in meinen Augen großartige DH-Community und mein Mainzer Team! Ich hoffe viele von Euch im nächsten Jahr in Potsdam wiederzusehen!